Was kosten uns sichere Passwörter?

11.10.2016 - Security / Datensicherheit geht uns alle an. Aber um welchen Preis?

Compliance- und Security-Guidelines werden in der Zwischenzeit in fast allen Unternehmen entwickelt und angewendet. Ab und zu meines es die Security-Abteilungen aber leider zu gut: Es werden zum Schutz der Daten Unmengen an Richtlinien entwickelt, aber was bedeutet das in der Praxis?

Folgender Blog Eintrag zeigt anhand einer fiktiven Geschichte, wie es vielleicht auch Ihnen schon mal ergangen ist:

https://therockjack.com/2016/09/20/how-changing-your-password-sucks/

Der Preis der Sicherheit

Oftmals denken wir bei den Kosten für Datensicherheit nur an die unmittelbar entstehenden Kosten:

  • für Verschlüsselungssoftware
  • mehr CPUs, die es für die Verschlüsselung braucht
  • Administratoren für das Einrichten von sicheren Verbindungen
  • und noch einiges mehr.

Dabei entstehen an anderer Seite ebenfalls Kosten, die in den meisten Fällen nirgendwo aufscheinen:

  • Helpdesk Calls für Password Resets
  • Mitarbeiterzeiten beim Password-Reset
  • "Stehzeiten" von Mitarbeitern aufgrund von Security-"Fallen"

Preis / Leistung

Es ist naturgemäß nicht einfach, alle Vorgaben unter einen Hut zu bringen. Manchmal helfen aber schon kleine Zugeständnisse an die Mitarbeiter, das Leben mit der Datensicherheit erträglich zu gestalten. So kann eine Password-Lifetime von 2 Monaten statt 2 Wochen schon zu einer merklichen Entspannung auf dem Arbeitsplatz führen. Zu kurze Password-Lifetimes führen in der Regel sogar dazu, dass die verwendeten Passwörter potenziell unsicherer werden:

  • Die Benutzer beginnen, Patterns für die Passwörter zu verwenden, die möglichst wenig geändert werden.
  • Jede Menge Post-Its auf dem Bildschirm

Links zum Thema

 

Neuer TCP/IP Stack für OpenVMS

22.09.2016 - VMS Software, Inc. (VSI) hat bekanntgegeben, dass der aktuelle TCP/IP Stack in OpenVMS durch einen neuen Stack ersetzt wird, der großteils auf dem Produkt MultiNet von Process Software, LLC. basiert.

VSI und Process Software arbeiten bereits seit 2 Jahren eng in diesem Bereich zusammen. VSI wird das neue Produkt als VSI TCP/IP V10.5 auf den Markt bringen.

“We have collaborated with Process Software for two years, and are delighted that VSI can leverage decades of their excellent work to jumpstart VSI’s own effort to modernize OpenVMS TCP/IP,” erläutert Duane P. Harris, CEO of VMS Software, das aktuelle Projekt. “This license saves us the substantial time and resources required to update the existing TCP/IP stack to current industry standards. More importantly, VSI engineers can focus on our most important priority: porting the OpenVMS operating system to the Intel x86-64 hardware platform.”

Details über das neue Produkt wird es in Kürze auf der VSI Website zu lesen geben. Unter anderem wird es folgende neue Features enthalten:

  • OpenSSL 1.0.2
  • SSH (V1 und V2)
  • DHCP v3
  • IPv6
  • IPSEC
  • Bind 9.9
  • Kerberos 5
  • IPS

Natürlich gibt es Unterschiede zu den bisherigen TCP/IP Implementierungen UCX und TCP/IP Services for OpenVMS, der Umstieg auf das neue Produkt muss daher ausgiebig getestet werden. Trotz allem ist dieses Vorhaben ein großer Schritt in der Modernisierung von OpenVMS.

Kritische MySQL-Lücke erlaubt das Kapern von Servern

17.9.2016 - Kritische Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern, Server über die Datenbank-Systeme MySQL, MariaDB und Percona komplett zu übernehmen. Oracle hat die Lücke in MySQL bisher nicht geschlossen.

Unter den Bezeichnungen CVE-2016-6663 und CVE-2016-6662 wurden Lücken registriert, die es erlauben, fremden Code in den MySQL Server einzuschleusen.

MariaDB und Percona haben dafür bereits Updates herausgebracht, bei Oracle wird dies erst für das Oktober Update von MySQL erwartet.

Quelle: Heise.de

Mozilla bring kostenlosen Sicherheitstest für Websites

10.9.2016 - Unter dem Namen Observatory bietet die Mozilla Foundation seit kurzem einen Sicherheitscheck für Websites an.

Unter https://observatory.mozilla.org erhält man nach Eingabe einer Web-Adresse einen Report über sicherheitsrelevante Einstellungen einer Website.

Der Code für diese Checks ist frei verfügbar und steht auch in einer Version als Command-Line-Utilities zur Verfügung. Administratoren können so ihre eigenen regelmässigen Checks für Websites einrichten.

Quelle: Heise.de